Hertihus-Meilensteine

Gestern ein Heim für Soldaten –

 

heute ein Daheim für Frau und Mann

1909 beschliesst die Bundesversammlung, Bülach zum eidgenössischen Waffenplatzstandort zu machen. Das war die Geburtsstunde des Hertihus – obwohl es noch Jahrzehnte dauern sollte, bis es zu dem wird, was es heute ist: Ein Zuhause für Erwachsene, die Betreuung in ihrem Alltag brauchen.

 

Die Entstehung des Hertihus-Wohnheims ist zwar geprägt vom Wandel der Zeit und von wechselnden Besitzern. Im Kern aber ist es das geblieben, was es schon immer war: Ein Heim, geprägt von christlichen Werten. Die Heilsarmee hat jetzt seine Betriebsführung übernommen und steht dafür, dass diese Werte die Zukunft überdauern.

 

Das ist die Geschichte der Bülacher Institution Hertihus:

 

Soldaten und Offiziere fern ihrer Familien brauchen

ausserhalb der Kaserne Fürsorge

 

Hunderte von Soldaten werden nach dem Bau des Waffenplatzes die kleine Stadt Bülach mit ihren rund zweieinhalbtausend Einwohnerinnen und Einwohnern bevölkern. Sie sollen, getrennt von ihren Familien, nicht allein gelassen werden, findet der Evangelische Bezirksverein und beschliesst, ein Wohnheim für Soldaten zu bauen. Dafür kauft er ein Grundstück an der Kasernenstrasse und gibt ein Vorprojekt in Auftrag.

 

1910 gründet der Vorstand ein Komitee, zusammengesetzt aus ihm, zwei Pfarrherren aus Bülach und Oberglatt, einem Coiffeur und dem Hausvater der Rettungsanstalt Freienstein.

 

1912 Dem Bau des Soldatenheims wird grünes Licht gegeben und aus dem Initiativ-Komitee entsteht die Genossenschaft «Soldatenheim und Vereinshaus Bülach».

 

Es gilt einen Ort zu schaffen, der frei von Alkohol und

geprägt von christlichen Werten ist

 

1913 ist das «Soldatenheim und Vereinshaus Bülach» an der Kasernenstrasse bezugsbereit. Heute würde man es wohl als Mehrzweckgebäude bezeichnen. Denn es wird nicht nur von den Militärangehörigen bewohnt und in der Freizeit als Aufenthaltsort genutzt. In seinen Räumen probt auch der Kirchenchor, die Sonntagsschule findet dort statt, Jünglings- und Frauenvereine halten ihre Veranstaltungen ab und die verschiedenen christlichen Vereine treffen sich zu ihren Versammlungen.

 

1933 soll das Angebot des Soldatenheims erweitert werden. Im Hertihus, das unweit der Kasernenstrasse ist, findet die Genossenschaft die passenden Räume und eröffnet eine Filiale ihres alkoholfreien Soldatenheim-Cafés.

 

1939 ändert die Genossenschaft ihre Statuten und nennt sich neu «Genossenschaft Alkoholfreies Gemeindehaus und Soldatenheim Bülach».

 

Das als Filiale gegründete alkoholfreie Café im Hertihus,

mausert sich zum Hauptbetrieb

 

1958 erwirbt die Genossenschaft das Hertihus und verkauft im Gegenzug das Soldatenheim nur wenige Monate später.

 

1963 geben sich die Hertihus-Besitzer wieder einen neuen Namen und heissen jetzt «Genossenschaft für alkoholfreie Gaststätten».

 

1964 beschliessen die Genossenschafter, aus dem Hertihus ein Wohnheim zu machen. Es soll ein Übergangs-Daheim für alkoholabhängige und für am Rande der Gesellschaft stehende Männer werden.

 

1965 wird das zum Wohnheim umgebaute Hertihus eingeweiht. Es bietet Platz für 26 Männer und eine Betreuung, die sich an christlichen Werten orientiert.

 

Das Hertihus wird zeitgemäss – und bleibt

seinen ursprünglichen Werten treu

 

Ab den 1990er-Jahren wird das Hertihus baulich mehrmals erneuert. Wohnräume werden zu Einzelzimmern umgebaut und das Erdgeschoss wird erweitert und renoviert. Aber auch punkto Führung bewegt sich Einiges: Die Leitung entwickelt ein umfassendes Betriebs- und Betreuungskonzept und definiert ein Hertihus-Leitbild.

 

2005 nimmt das Hertihus die erste Frau auf. Das Männerheim ist jetzt ein geschlechtsneutrales Wohnheim.

 

2010 ist die Einführung eines Hertihus-Qualitätsmanagements abgeschlossen. Es trägt nun zwei zertifizierte Qualitätssiegel, das QS-BVS-IV vom Bundesamt für Sozial- und Invalidenversicherung und QS-Qua-The-DA vom Bundesamt für Gesundheit, BAG.

 

2014 erwirbt die «Genossenschaft Hertihus Bülach» eine zusätzliche Liegenschaft. Das Riegelhaus mit Garten ist nur wenige Gehminuten vom Mutterhaus entfernt. «Frohburg» wird es genannt und bietet Menschen Wohnraum, die ihren Alltag mehrheitlich alleine gestalten können.

 

2016 gibt die «Genossenschaft Hertihus Bülach» die Betriebsführung des Hertihus an die Heilsarmee ab, bleibt aber Besitzerin der beiden Liegenschaften.

 

 

 

 

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